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Patienteninformationen

Informationen zur Psychotherapie

1. Qualifikation

Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten haben in der Regel einen Hochschulabschluss in Psychologie, Medizin oder einer anderen Humanwissenschaft als Grundausbildung. Seit Inkrafttreten des Psy-Gesetzes am 1.4.2013 ist für Neuzulassungen ein Psychologie- oder Medizinstudium zwingend. Zusätzlich haben Psychotherapeuten eine mindestens vierjährige Psychotherapie-Weiterbildung absolviert und eine kantonale Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung erlangt.

2. Schweigepflicht

Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten unterstehen der Schweigepflicht für alles, was ihnen in ihrer Berufsausübung anvertraut wird. Vorbehalten bleiben die gesetzlichen Bestimmungen über die Zeugnispflicht und über die Auskunftspflicht gegenüber einer Behörde. Patienten können die Therapeuten gegenüber Ärzten sowie anderen, klar bezeichneten Personen von der Schweigepflicht entbinden. Wenn zum Beispiel Krankenkassen- oder IV-Leistungen beansprucht werden, ist die Erlaubnis zur Auskunft an den Vertrauensarzt nötig.

3. Honorar

Das Honorar ist im Erstgespräch zu vereinbaren. Erstgespräche, Telefongespräche von therapeutischem Charakter und Berichte können nach Aufwand berechnet werden. Über das Honorar hinaus sind keine Forderungen der Therapeuten statthaft. Bei Barzahlung haben Patienten Anspruch auf eine Quittung.
Festgelegte Termine, die vom Patienten nicht eingehalten oder nicht 24 Stunden vor dem Termin abgesagt werden, können in Rechnung gestellt werden.

4. Schutz der Patientinnen und Patienten

Die VOPT verpflichtet die Mitglieder zur Einhaltung ihrer Standesregeln. Die Patienten  entscheiden, ob sie eine Psychotherapie eingehen oder allenfalls beenden wollen. Psychotherapeuten orientieren möglichst im Erstgespräch über Art, Ziel, mutmassliche Dauer der Psychotherapie und Honorar.
Die Therapeuten dürfen ein sich aus der therapeutischen Beziehung ergebendes Abhängigkeitsverhältnis nicht missbrauchen. Nicht erlaubt sind insbesondere jede Nötigung, politische Indoktrination, religiöse Missionierung sowie sexuelle Beziehungen.

5. Ombudsstelle

Auch wenn die Psychotherapeutin/der Psychotherapeut gute Qualifikationen nachweist, ist für das Gelingen einer psychotherapeutischen Behandlung das Zusammenpassen von Patient und Therapeut eine wichtige Voraussetzung.
Psychotherapeuten der VOPT haben sich mit ihrer Unterschrift verpflichtet, berufsethische Grundsätze in ihren psychotherapeutischen Behandlungen einzuhalten. Im Verlaufe einer Psychotherapie können Schwierigkeiten auftreten, welche die weitere Behandlung in Frage stellen. Falls sich die aufgetretenen Schwierigkeiten nicht mit dem Psychotherapeuten beheben lassen, können Patienten sich telefonisch oder schriftlich an den Präsidenten der VOPT wenden.

6. Klage

Wer zur Auffassung gelangt, ein Therapeut habe die Sorgfaltspflicht oder die Standesregeln missachtet, kann eine Klage bei der Standeskommission der VOPT einreichen.

Anlaufstelle der VOPT:
Dr. phil. Erich Zimmermann, Präsident der VOPT
z.Hd. der Ombudsstelle
Kirchgasse 8
9000 St.Gallen
Tel. 076 251 57 89

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